Ausschnitt aus der Projektseite TSURIKRUFN! des ASKI e.V.

TSURIKRUFN! Erinnerungen an jüdische Persönlichkeiten in Deutschland

"Hass ist eine schreckliche Sache, egal von wem und nach welcher Seite. Wir können nur versuchen zu informieren und die Menschen zueinander zu bringen statt auseinander." Rolf Kralovitz

›Tsurikrufn‹ ist jiddisch und bedeutet ›erinnern‹. Erinnern wollen wir im Festjahr »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« an die vielen jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die das kulturelle Leben in Deutschland bereichert haben. Für das digitale Gemeinschaftsprojekt haben die Mitgliedsinstitute des AsKI e.V. ihre Archive geöffnet. Sie erzählen beeindruckende Geschichten von Jüdinnen und Juden, die für ihr Haus eine maßgebliche Rolle gespielt haben.

Die Biografien der vorgestellten Persönlichkeiten sind dabei so verschieden wie die Häuser, die sie zusammengestellt haben. So erfahren Sie zum Beispiel, wie die »Blaue Mauritius« in das Museum für Kommunikation gelangt. Sie begegnen dem künstlerischen Multitalent FRIEDL DICKER, die am frühen Bauhaus hervortritt und in Auschwitz ermordet wird. Sie hören von PAUL FALKENBERG, dem Mann, der Fritz Langs berühmten Film »M« schneidet, emigriert und sich dennoch sein Leben lang als »Berliner« fühlt. Sie lernen Künstler kennen, Dichter, Musiker, Wissenschaftler, Sammler und Mäzene, ihre wechselvolle Lebens- und häufig auch Leidensgeschichten. Und Sie entdecken Geschichten von Remigrationen, die zeigen, wie tiefverwurzelt Menschen mit ihrer Sprache und Herkunft sind, wenn sie sogar in das Land der Täter zurückkehren und sich an seinem Wiederaufbau beteiligen, wie etwa der Generalstaatsanwalt FRITZ BAUER oder der Germanist KURT PINTHUS.

In unserem Beitrag haben wir ROLF KRALOVITZ vorgestellt, der für uns ein unvergessener Zeitzeuge, Freund und Berater war.

Wir möchten Sie herzlich auf die Projektseite www.tsurikrufn.de einladen.