Nach dem Pogrom vom 9./10. November 1938 verhaftete jüdische Männer auf dem Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald. Foto: United States Holocaust Memorial Museum, Washington.

Erinnerung an die Opfer des antijüdischen Pogroms vom 9./10. November 1938

Gedenkveranstaltung im Livestream am 9. November 2020 um 13.30 Uhr

Nach der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 verschleppte die Polizei 26.000 jüdische Männer aus ganz Deutschland in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald.
Auf einem Areal westlich des Appellplatzes des KZ Buchenwald pferchte die SS 9.845 Verhaftete in einem Sonderlager zusammen. Staatliche Behörden und die SS erpressten dort von ihnen die Aufgabe ihres Besitzes und die Verpflichtung, Deutschland zu verlassen.
In den hundert Tagen der Existenz dieses jüdischen Sonderlagers wurden 250 Menschen um ihr Leben gebracht.

Die Gedenkfeier für die 9.845 jüdischen Männer, die im November 1938 nach Buchenwald verschleppt wurden, findet aufgrund der Corona-Prävention als nichtöffentliche Veranstaltung statt.

Am Montag, den 9. November 2020 um 13.30 Uhr werden am Gedenkstein für die Opfer des jüdischen Sonderlagers internationale Freiwillige der Gedenkstätte Buchenwald aus den Biographien und Erinnerungen der Inhaftierten berichten.

Um der Öffentlichkeit dennoch eine Teilhabe zu ermöglichen, bieten wir einen Livestream der Veranstaltung unter https://vimeo.com/sgbumd an.

Begrüßung

Prof. Dr. Jens-Christian Wagner
Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Grußwort

Peter Kleine
Oberbürgermeister der Stadt Weimar

Aus Biographien und Erinnerungen

Yana Alimova (Ukraine), Franka Frohmader, Marie-Luise Hartleb, Jasmina Kreher und Sophia Schumann (Deutschland) und Francisco Lima Ramírez (Spanien)
Internationale Freiwillige in der Gedenkstätte Buchenwald

Kaddisch

Alexander Nachama
Landesrabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen

Kranzniederlegung