„Reminiszenzen“ von Józef Szajna in der Kunstausstellung der Gedenkstätte buchenwald, Foto: Peter Hansen, SGBUMD

Tag des offenen Denkmals 2019 „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

Führung mit Rikola-Gunnar Lüttgenau am 8. September 2019 um 14.15 Uhr, Treffpunkt Besucherinformation

Buchenwald steht wie kaum ein anderer Ort für den Bruch zivilisatorischer Standards durch die Nationalsozialisten. Auch städtebaulich wurde mit dem Konzentrationslager eine Stadt neuen Typs geschaffen, eine SS-Stadt.  Sie war ein Amalgam verschiedenster Baueinheiten, die es für sich genommen zwar auch anderswo gab, die in dem Konzentrationslager jedoch zu einem neuen System des Terrors zusammengefügt wurden. In einem ersten Teil  zeichnet die Führung dieses System anhand baulicher Relikte nach. In einem zweiten Teil widmet sie sich der künstlerischen Verarbeitung dieses Zivilisationsbruches. So gelten die „Reminiszenzen“ von Józef Szajna – 1970 auf der Biennale in Venedig erstmals gezeigt - heute als ein Hauptwerk der bildkünstlerischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust und wegweisend für die Ästhetik der Moderne.