Noah Klieger im Jahr 2007 am 62. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Trauer um Noah Klieger

Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz, Mittelbau-Dora und Ravensbrück verstorben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora trauern um Noah Klieger.

Noah Klieger entstammte einer jüdischen Familie und kam 1926 in Straßburg zu Welt. An der französisch-belgischen Grenze wurde er 1942 im Alter von 16 Jahren als Mitglied einer jüdischen Widerstandsorganisation gegen die deutsche Besatzung von der Gestapo verhaftet und 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Im Zuge der Räumung des Lagers gelangte Noah Klieger Anfang Februar 1945 in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora, wo er Zwangsarbeit in der unterirdischen Rüstungsproduktion leisten musste. Zwei Monate später wurde er mit anderen Häftlingen auf einen der Todesmärsche über den Harz in das Konzentrationslager Ravensbrück getrieben. Seine Tortur endete dort mit der Ankunft sowjetischer Truppen am 29. April 1945.

Nach seiner Befreiung war Noah Klieger über mehrere Jahrzehnte als landesweit anerkannter Sportjournalist in Israel tätig, begleitete als Reporter jedoch auch immer wieder Prozesse gegen ehemalige NS-Täter. Bis zuletzt berichtete er in zahlreichen Vorträgen weltweit über seine Erfahrungen als KZ-Häftling.  

Noah Klieger verstarb am 13.12.2018 im Alter von 92 Jahren in Tel Aviv/Israel.