Roman Knižka und das Ensemble Opus 45. Foto: Tom Solo

Veranstaltung: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“ Zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland – Kammerkonzert und Lesung am Samstag, den 08. Dezember 2018, um 19:30 Uhr im Theater unterm Dach des Theaters Nordhausen.

Einen knapp eineinhalbstündigen Abend aus Lesung und Kammermusik widmen der bekannte Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett Ensemble Opus 45 der Geschichte der extremen Rechten in Deutschland nach 1945. Der Titel der Veranstaltung ist Teil eines Zitats des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi:

»Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.«

Schlaglichtartig beleuchtet das Programm einschneidende Ereignisse in der Entwicklung der extremen Rechten seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, u.a. die Schändung der Kölner Synagoge im Jahr 1959, das Attentat auf Rudi Dutschke, das Oktoberfestattentat in München, die Pogrome von Solingen und Rostock, die rechtsextremen Terrorakte des NSU. Zu Gehör kommen harte Fakten in Form von Reportagen, Stimmen von Opfern rechter Gewalt sowie das Zeugnis einer Neonazi-Aussteigerin.

Den musikalischen Kommentar, stellenweise auch Kontrapunkt zur Lesung, bilden große Werke von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti – drei Komponisten, die zu Opfern von Holocaust und nationalsozialistischer Diktatur wurden.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora mit dem Theater Nordhausen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.