Ausschnitt aus dem Ausstellungsplakat. Bild: Klaus Steinke

Verlängerung der Sonderausstellung

"Jedes Wort zählt" - Eine Kunstausstellung zum Lüneburger Auschwitz-Prozess 2015 - Verlängerung der Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, ehemalige Feuerwache

Die am 05. April 2018 in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eröffnete Sonderausstellung „Jedes Wort zählt“ wird bis zum 31. März 2019 verlängert. BesucherInnen haben damit weiterhin die Möglichkeit die Ausstellung zwischen Dienstag und Sonntag (10:00 bis 16:00 Uhr) in der ehemaligen Feuerwache der Gedenkstätte zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Die Kunstausstellung „Jedes Wort zählt“ befasst sich mit der juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Der Künstler Klaus Steinke gestaltete Kunstwerke aus Zeugenaussagen von Auschwitz-Überlebenden und Nachkommen, die im Rahmen des Lüneburger Auschwitz-Prozesses gegen Oskar Gröning getätigt wurden. Er verhandschriftlichte die Berichte, u.a. die der Auschwitz- und Buchenwald-Überlebenden Eva Pusztai-Fahidi, die im Prozess als Nebenklägerin auftrat. Zudem bearbeitete er Fotos aus dem sogenannten Auschwitz-Album künstlerisch.

Oskar Gröning war als SS-Mitglied in Auschwitz tätig. Er arbeitete in der sogenannten Häftlingsgeldverwaltung und tat während der Selektionen Dienst an der Rampe. Seine Aufgabe war es, das Geld der Deportierten und Ermordeten einzusammeln, zu zählen und abzuführen. 2015 wurde er in Lüneburg der Beihilfe zum Mord in mehr als 300.000 Fällen schuldig gesprochen und zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde Mitte September 2016 vom Bundesgerichtshof bestätigt und rechtskräftig. Er verstarb im Februar 2018 noch vor Haftantritt.