Ivan Ivanji, Foto:privat

Lesung mit Ivan Ivanji

am Montag, den 22. Oktober 2018 um 19.00 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung Weimar

SCHLUSSSTRICH – TOD IN MONTE CARLO – LEICHEN IM GARTEN DES GENERALS

In seiner diesjährigen Lesung in Weimar wird Ivan Ivanji das reiche literarische Repertoire an Themen und Genres seiner Arbeit präsentieren:

Der im letzten Jahr erschienene Roman „Schlussstrich“ ist die meisterhafte Komposition einer Familiensaga, die hundertfünfzig Jahre überspannt: Beginnend im Banat der 1880er Jahre, über den Partisanenkampf gegen die deutschen Besatzer bis zum Zerfall Jugoslawiens. Und eine wesentliche Passage spielt sich in Weimar ab …

Darüber hinaus liest der in Belgrad lebende Schriftsteller bereits jetzt aus seinem erst im nächsten Jahr erscheinenden Roman „Tod in Monte Carlo“. Den Abschluss wird die Kriminalgeschichte „Leichen im Garten des Generals“ bilden.

Ivanji ist stets ein Fragender und Zweifelnder geblieben. Gekonnt zieht er den Leser in sein Spiel mit ungelebten Möglichkeiten, mischt Fantasien mit Fakten und hinterfragt kritisch die Verlässlichkeit der eigenen Erinnerung. In Weimar ist er schon lange kein Unbekannter mehr, ihn verbindet eine besonders enge und freundschaftliche Beziehung mit dieser Stadt. Er hat bereits wiederholt hier gelesen und Reden zu wichtigen Anlässen gehalten.

Ivan Ivanji: Geboren am 24. Januar 1929 in Zrenjanin (Banat, heute Vojvodina, Serbien) in einer jüdischen Ärztefamilie. Verhaftet in Novi Sad und von März 1944 bis April 1945 in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz und Buchenwald. Journalist, Verlagslektor, Dramaturg und Direktor mehrerer Belgrader Theater, von 1974 bis 1978 Botschaftsrat Jugoslawiens in Bonn. Von 1982 bis 1988 Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. Veröffentlicht seit 1951 zuerst auf Serbisch, danach auch auf Deutsch. Zwanzig Jahre lang war er auch Dolmetscher Titos und der jugoslawischen Staats- und Parteiführung für die deutsche Sprache. Er nahm teil an wichtigen internationalen Konferenzen, so der Gründungskonferenz der KSZE 1975 in Helsinki und der Gipfelkonferenz der Blockfreien 1979 in Havanna. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Belgrad und Wien. Romane: Kaiser Diokletian, 1976; Barbarossas Jude, 1996; Der Aschenmensch von Buchenwald, 1999; Titos Dolmetscher – als Literat am Pulsschlag der Zeit, 2007; Buchstaben von Feuer, 2011; Mein schönes Leben in der Hölle, 2014 u. v. m. Aus dem Deutschen ins Serbische übersetzt hat er unter anderem Werke von Günter Grass, Heinrich Böll, Bertolt Brecht, Milo Dor, aus dem Serbischen ins Deutsche Danilo Kiš, David Albahari u. a.

Der Eintritt für die Lesung ist frei.

Eine Veranstaltung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora