Das zukünftige "Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" wird im Saalbau des ehemaligen Gauforums eingerichtet werden. Foto: Claus Bach, SGBUMD

"Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg"

Podiumsdiskussion am Freitag, den 26. Oktober 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Herderzentrums Weimar

Ein Gespräch zwischen:
Ivan Ivanji, Schriftsteller, Diplomat und Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald
Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Im Saalbau des ehemaligen Gauforums an der Friedensstraße wird das Museum zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus eingerichtet werden. Wo sich vormals nationalsozialistischer Machtanspruch und Gesellschaftspolitik manifestieren sollten, wird zukünftig über das Gesellschaftsverbrechen Zwangsarbeit informiert.

Mehr als 20 Millionen Menschen aus fast ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder in den besetzten Ländern leisten. Jeder Deutsche ist ihnen begegnet – ob als Wehrmachtssoldat in den besetzten Gebieten oder als Bäuerin in Thüringen. Initiiert von der Stiftung EVZ erarbeitete die Stiftung Gedenkstätten die internationale Wanderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg", die u. a. in Berlin, Moskau, Prag und Warschau gezeigt wurde. Sie bildet die Grundlage für das zukünftige Museum. Das Gespräch reflektiert die Relevanz der historischen Erfahrung der Zwangsarbeit für die Gegenwart in Europa.

Eine Veranstaltung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Weimar.