Jüdische Männer, die in den Tagen nach der Pogromnacht vom 9. November 1938 verhaftet wurden, müssen in Blöcken Appell stehen. Scheinwerfer beleuchten den Appellplatz. Foto: Erkennungsdienst KZ Buchenwald. Foto: United States Holocaust Memorial Museum, Washington

80 Jahre Erinnerung an die Opfer des antijüdischen Pogroms vom 9./10. November 1938

Führung am 9. November 2018 um 12.30 Uhr und Gedenkveranstaltung um 14.30 Uhr

Nach der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 verschleppte die Polizei 26.000 jüdische Männer aus ganz Deutschland in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald.
Auf einem Areal westlich des Appellplatzes des Konzentrationslagers Buchenwald pferchte die SS 9.845 Verhaftete in einem Sonderlager zusammen. Staatliche Behörden und die SS erpressten dort von ihnen die Aufgabe ihres Besitzes und die Verpflichtung, Deutschland zu verlassen. In den hundert Tagen der Existenz dieses jüdischen Sonderlagers auf dem Ettersberg wurden 250 Menschen um ihr Leben gebracht.

Anlässlich des 80. Jahrestages folgt die Führung "Stätten jüdischer Geschichte in Buchenwald" um 12.30 Uhr den Spuren des antijüdischen Pogroms vom 9./10. November 1938 in Buchenwald, führt aber auch zu den Stätten, die für die weitere Geschichte jüdischer Häftlinge in Buchenwald prägend waren. Treffpunkt ist die Besucherinformation.

Im Anschluss besteht um 14.30 Uhr die Möglichkeit am Gedenkstein für die Opfer des Pogroms und des jüdischen Sonderlagers an der Gedenkfeier für die 9.845 jüdischen Männer teilzunehmen, die im November 1938 nach Buchenwald verschleppt wurden.

Begrüßung

Prof. Dr. Volkhard Knigge
Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Aus Biographien und Erinnerungen

Hannah Heitzer (Deutschland), Olha Martyniuk (Ukraine), Constance Py-Fauvet (Frankreich), Stina Ulbrich, Lena Warnken (Deutschland)
Internationale Freiwillige in der Gedenkstätte Buchenwald

Ansprache

Stephan J. Kramer
Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen

Kaddisch

Alexander Nachama
Landesrabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen