Einweihung der Mahnmalsanlage am 14.9.1958, Foto Ernst Schäfer, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

"Entdecken, was uns verbindet" am 9. September 2018

Veranstaltungen am Tag des offenen Denkmals in den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Gedenkstätte Buchenwald

In der Gedenkstätte Buchenwald werden am 9. September 2018, dem „Tag des offenen Denkmals“,  folgende Veranstaltungen angeboten: 

„Versteinertes Gedenken“                           
60 Jahre Mahnmal Buchenwald
Führung: Rikola-Gunnar Lüttgenau
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Treffpunkt: Gedenkstätte Buchenwald, Mahnmal, Torbogen zum Stelenweg

Als vor ziemlich genau 60 Jahren, am 14. September 1958 das Mahnmal an den Massengräbern des KZ Buchenwald eingeweiht wurde, war dies der Schlusspunkt hinter einer mehr als zehn Jahre dauernden Auseinandersetzung um das richtige Erinnern an Buchenwald: Umstritten war, an wen erinnert werden durfte, ebenso mit welcher Ästhetik und mit welchen Ziel.
Verwirklicht wurde schließlich eine monumentale Denkmalsanlage, die in Europa bis heute einmalig ist: Mit der Formensprache der Antike führt sie den Besucher nach dem Abstieg zu den Ringgräbern, der "Nacht des Faschismus", wieder zum weit hin sichtbaren Glockenturm, dem "Licht der Freiheit", herauf. Das Leiden und der Tod der Häftlinge werden als Kampf und - versinnbildlicht durch die Figurengruppe von Fitz Cremer - Sieg unter der Führung der Kommunisten interpretiert. Doch das Mahnmal ist nicht nur Stein gewordene Geschichtspropaganda der SED, sondern auch ein Widerhall auf die Größe der Verbrechen, die in Buchenwald begangen wurden.
Die Führung geht diesen Spannungsfeldern nach, berichtet von den heftigen Auseinandersetzungen im Vorfeld und führt auch zu Bereichen des Denkmals, die dem Besucher normalerweise verschlossen bleiben.

„Versteinertes Ensemble / bewegtes Denkmal“           
Eine offene Tanzprobe
Führungen: Künstlergruppe pink tank / Perfomancekollektiv
Uhrzeit: 13.30 Uhr    
Treffpunkt: Gedenkstätte Buchenwald, Mahnmal, Torbogen zum Stelenweg

„Konserviert“  
                             
Zur Konservierung der Heizanlage des SS-Standortes
Führung: Dipl.-Ing. Frank Häselbarth und Holm Kirsten
Uhrzeit: 15.30 Uhr
Treffpunkt: Gedenkstätte Buchenwald, Haus 2, Haupteingang

Ab 1937 baute die SS auf dem Ettersberg eine eigene Stadt, in der bis zu 5.000 SS-Soldaten stationiert wurden. Das Verwaltungsgebäude dieser SS-Stadt wurde im Unterschied zu den recht schlicht gehaltenen Kasernen nicht nur mit recht repräsentativ gehaltenen Formelementen errichtet, sondern übernahm auch zentrale Funktionen für den Standort: Im Keller wurde ein großes Heizhaus und direkt daneben ein unterirdischer Kohlebunker errichtet, von denen aus die Kasernen der SS beheizt wurden.
Bis 1990 wurde die Anlage für den Betrieb der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald weiter genutzt. Danach entstanden neue Erfordernisse: Zum einen brauchte es neue Heiztechnik, zum anderen ein neues Tiefenmagazin für die wachsenden Sammlungen der Gedenkstätte.
Die Führung beleuchtet die Bedingungen, unter denen beide Aufgaben, der Erhalt der historischen Heizanlage und der Neubau des Tiefenmagazins in der Kubatur des ehemaligen Kohlebunkers, baulich miteinander verbunden werden konnten.

"Mahnmal im Kollektiv"
Eine Ausstellung zur Geschichte des Mahnmals, Künstlergruppe pink tank
Uhrzeit: 10.00-18.00 Uhr
Treffpunkt: Stadtmuseum Weimar

Das für 18 Uhr im Stadtmuseum Weimar geplante Gespräch zwischen Volkhard Knigge und Verena Krieger muss leider aufgrund einer Erkrankung ausfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis!


Weiterführende Informationen zu Veranstaltungen in Weimar finden Sie in der Broschüre zum "Tag des offenen Denkmals"

KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

In der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora werden am 9. September 2018, dem „Tag des offenen Denkmals“,  folgende Veranstaltungen angeboten: 

Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943-45
Führungen über einen Teil des ehemaligen Lagergeländes und in die Stollenanlage
Uhrzeit: stündlich zwischen 10.00 und 17.00 Uhr, Beginn zur vollen Stunde
Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, vor dem Museumsgebäude