Sergej Bogdanow, 20. September 1920 – 8. März 2011. Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD). Foto: SGBUMD

Trauer um Sergej Bogdanow (1920-2011)

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora trauern um einen Freund und Begleiter.

Wir werden ihn nicht vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Zum Leben Sergej Bogdanows

Sergej Bogdanow wurde am 20. September 1920 in Moskau geboren. Er besuchte die Mittelschule von 1929 bis 1939 und begann anschließend ein technisches Studium. Am 1. November 1939 trat er in die Rote Armee ein und nahm am Krieg gegen Finnland teil. Im Juli 1941 geriet er in der Nähe von Minsk in deutsche Kriegsgefangenschaft. Nach Aufenthalten in zwei Lagern in Polen wurde er am 18. Oktober 1941 ins KZ Buchenwald eingeliefert, zunächst in das Lager für sowjetische Kriegsgefangene. Am 10. April 1945 schickte ihn die SS auf einen Evakuierungsmarsch. Er floh und wurde am 3. Mai 1945 im Sudetengebiet durch die Rote Armee befreit.
Im Juni 1945 trat Sergej Bogdanow wieder in den Dienst der Sowjetarmee, nahm von Dezember 1945 bis zum 20. Mai 1946 am Kampf gegen ukrainische Nationalisten teil. Nach seiner Entlassung aus der Armee kehrte er im Juni 1946 nach Moskau zurück und studierte bis 1951 an der Hochschule für Stahl und Fusion. Danach arbeitete er in Kowrow und anderen Orten. Von 1954 bis 1990 leitete er ein Projektierungsbüro, seit 1990 war er als Universitätslehrer tätig.
Sergej Bogdanow gehörte seit 1957 dem Sowjet- und Russland- Komitee der Kriegsveteranen an. Er vertrat bis 2007 die russischen ehemaligen Häftlinge des KZ Buchenwald im Internationalen Komitee Buchenwald - Dora und Kommandos.
Am 8. März 2011 verstarb er in Moskau.