Foto: Katharina Brand

Kunstwerk von Dorél Dobocan gestiftet

Škoda Auto Deutschland stiftete "Geigensolistin" des "Orchester ohne Musik" von Dorél Dobocan für die Kunstsammlung

Dorél Dobocan erschuf 1991/92 ein stummes Orchester von Gipsfiguren durch Abdruck von lebenden Menschen und fand darin eine Form, die Faszination der Musik, die er selbst empfindet, sichtbar zu machen. Aus seinem „Orchestra sans musica“ wählte er für die Kunstsammlung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora die „Geigensolistin“ aus. Sie symbolisiert die Musik in ihrer bewahrenden Kraft gegenüber Destruktivität und Zerstörung ohne vergessen zu machen, dass in den Konzentrationslagern Musik auch zur zynischen Erniedrigung und Folter von Menschen missbraucht wurde.

Dorél Dobocan wurde 1951 als Sohn deutscher Eltern in Temeswar (Timişoara) in Rumänien geboren. Er studierte 1968 bis 1973 an der Kunsthochschule in Temeswar. Unter dem Ceauşescu-Regime verfolgt, inhaftiert und mit Berufsverbot belegt, konnte er 1978 nach Deutschland ausreisen und lebt seitdem in Mainz, zeitweilig auch in Paris. 2003/2004 zeigten das Staatliche Russische Museum St. Petersburg und das Landesmuseum Koblenz eine Ausstellung seiner Werke, die unter der Schirmherrschaft Michail Gorbatschows und Hans-Dietrich Genschers stand.