Multiplikatorenseminar

Weinen bildet nicht! Neue Methoden historisch-politischer Bildungsarbeit. Ein Seminar für Multiplikatoren zur Eröffnung der neuen Jugendbegegnungsstätte der Gedenkstätte Buchenwald vom 17. bis 19. April 2008

Das Seminar richtet sich sowohl an erfahrene Pädagogen als auch an neue Interessenten der Gedenkstättenarbeit. In Vorträgen und Gesprächen werden Rezeptionsbedingungen heutiger Jugendlicher und aktuelle gesellschaftliche Probleme der Erinnerungsarbeit diskutiert, um Möglichkeiten und Grenzen pädagogischer Handlungsräume auszuloten. Die Teilnehmer können zwischen verschiedenen Arbeitsgruppen wählen, in denen Erfahrungen mit spezifischen Gruppen, Programmen und Konzepten vorgestellt und vertieft werden. Die Bildungsangebote, Lehrmittel und methodischen Angebote der neuen Jugendbegegnungsstätte sollen den Teilnehmenden Mut machen und sie befähigen, diese Angebote künftig in ihrer eigenen Arbeit zu nutzen.


Die Teilnahmegebühr beträgt 40.-€ (ermäßigt: 20.-€).

Programmablauf

Donnerstag, den 17. April 2008

12.00 Uhr Ankunft und Zimmerbelegung,
für eine individuelle Mittagspause steht unser Museumscafé zur
Verfügung

13.00 Uhr Wie aus Konzentrationslagern Lernorte wurden
Vom Totengedenken zur historischen Bildungsarbeit
Rikola-Gunnar Lüttgenau, Stellvertretender Stiftungsdirektor
(Weimar)

14.30 Uhr Ermüdungsbruch am Lernort Gedenkstätte?
Pädagogik vor Ort zwischen Lehrplanvorgaben, Methodenvielfalt,
Standardisierung und Pluralität
Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Leipzig)

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr Was sollten Jugendliche lernen?
Erkenntnis und Empathie in der historisch-politischen
Bildung
Prof. Dr. Klaus Ahlheim (Berlin)

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Angebot für Gespräche mit Mitarbeitern der Gedenkstätte
Führung durch die neue Jugendbegegnungsstätte


Freitag, den 18. April 2008

9.00 Uhr Was wissen wir eigentlich über unsere Adressaten?
Interaktionsdynamiken bei der schulischen Thematisierung von Nationalsozialismus und Holocaust. Vortrag und Diskussion über die Ergebnisse einer aktuellen Pilotstudie
Dr. Phil C. Langer (München)

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Erfahrung mit der „Pädagogik der Erinnerung“ (in parallelen Arbeitsgruppen)

(AG 1) Umgang mit rechtsextremen Jugendlichen in Gedenkstätten
Möglichkeiten und Grenzen pädagogischen Arbeitens mit rechten Jugendlichen in Gedenkstätten
Prof. Dr. Klaus Ahlheim (Berlin), Peter Reif-Spirek (Erfurt),
Daniel Gaede (Weimar)

(AG 2) Erfahrungen mit Jugendprojektarbeit und Studierenden
Ergebnispräsentation und Gespräch mit Projektleitern
Kristine Trommsdorf (Herborn), Sylvia Heitz (Frankfurt),
Dr. Helmut Rook (Weimar)

(AG 3) Erfahrungen mit Gruppen der Bundeswehr und Polizei
Dr. Andreas Schneider (Meiningen), Joachim König (Weimar)

12.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr (AG 4) Internationale Gruppen und Workcamps
Rück- und Ausblick auf mögliche internationale Projekte
Joachim König, Pamela Wachholz-Wolff (Weimar),
Brita Heinrichs (Nordhausen)

(AG 5) Angebote für jüngere Besucher?
Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse, Konfirmanden- und Jugendweihegruppen
Daniel Gaede, Krystyna Rudolf, Anke Klüßendorf (Weimar)
(AG 6) Projekttag und Arbeitsmaterialien für Haupt-, Real-, und Regelschüler
Klaus-Ulrich Meier (Künzell), Ingo Bartels (Neuhof) und Zsuzsanna Berger-Nagy (Weimar)

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr Vorstellung neuer Angebote (in parallelen Arbeitsgruppen)

(AG 1) Archäologische Denkmalpflege und
Gedenkstättenpädagogik
Erfahrungen und Perspektiven zeitgeschichtlicher Archäologie in Buchenwald
Ronald Hirte (Weimar)

(AG 2) Digitale Technik in der Gedenkstättenpädagogik
Einführung in die neuen Arbeitsmöglichkeiten mit digitaler Technik
Daniel Gaede (Weimar)

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr (AG 3) Faszination und Gewalt
Ein Doppelseminar auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände und in Buchenwald
Joachim König (Weimar)

(AG 4) Gedenkweg Buchenwald-Bahn und Gustloff-Werke
Neue thematische Angebote in der Gedenkstätte Buchenwald
Anke Klüßendorf (Weimar)

(AG 5) Menschenrechtsbildung in der Gedenkstätte Buchenwald
Konzeption und Programm einer ganztägigen Veranstaltung
Katja Ganske (Weimar)

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Führung durch die neue Jugendbegegnungsstätte und Präsentation exemplarischer Schülerarbeiten

Samstag, den 19. April 2008

8.00 Uhr Frühstück

9.00 Uhr Vorstellung neue Angebote (in parallelen Arbeitsgruppen)

(AG 1) "Bilder aus Buchenwald" und "Die Geschichte hinter meinem Bild"
Vorstellung zweier Methoden zum Arbeiten mit historischen Bild-quellen
Anna Ruhland, Dr. Helmut Rook (Weimar)

(AG 2) Kunst als Zeugnis
Möglichkeiten kunstpädagogischen Arbeitens in der Gedenkstätte Buchenwald
Dr. Sonja Staar, Barbara Rauch (Weimar)

(AG 3) Gedenkstättenpädagogik und Demokratielernen
Vorstellung einer Seminarkonzeption
Brita Heinrichs (Nordhausen), Holger Obbarius (Weimar)

10.00 Uhr Kaffeepause

10.30 Uhr (AG 4) Zwangsarbeit im Konzentrationslager
Ein Seminar zur Zwangsarbeit in Buchenwald, Dora und Ellrich Brita Heinrichs (Nordhausen), Ronald Hirte, Dr. Helmut Rook (Weimar)

(AG 5) Technik und Vernichtung - Arbeit und Verantwortung
Die Geschichte der Erfurter Firma Topf & Söhne in der Gedenkstättenarbeit
Dr. Annegret Schüle (Weimar)

12.00 Uhr Kommentar zum Abschluss des Seminars
Prof. Dr. Peter Krahulec (Fulda), Rikola-Gunnar Lüttgenau (Weimar)

12.30 Uhr Angebot zum gemeinsamen Gedenken
auf dem ehemaligen Appellplatz

13.00 Uhr Mittagspause, Abreise
Leitung/Organisation


Seminarleitung
Dr. Helmut Rook

Organisation
Sylke Schmidt
Gedenkstätte Buchenwald
99427 Weimar Buchenwald
Tel.: 03643 430190
Fax: 03643 430100
E-Mail: jbs@buchenwald.de


Kosten
Die Teilnehmergebühr beträgt 40 € (ermäßigt 20 €), bitte bei
Tagungsbeginn bar bezahlen. Fahrtkosten können nicht erstattet werden.

Unterbringung
Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern der Jugendbegegnungsstätte. Begrenzt und gegen Aufschlag stehen Einzelzimmer zur Verfügung.

Anmeldeschluss/Teilnahmezusage
Anmeldeschluss ist der 11. März 2008. Unmittelbar nach Anmeldeschluss erhalten Sie nach Maßgabe freier Plätze die Teilnahmezusage.
Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt.

Stornierungskosten
Bei Absage der Seminarteilnahme nach Erhalt der Zusage müssen wir eine Stornierungsgebühr in Höhe des Teilnehmerbeitrages erheben, sofern der Platz unbesetzt bleibt.