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Heinz-Galinski-Preis 2007 für Volkhard Knigge

Hohe Auszeichnung für den Stiftungsdirekor durch den "Heinz-Galinski-Preis 2007" der Jüdischen Gemeinde zu Berlin


Am 27. November 2007 zeichnet die »Heinz-Galinski-Stiftung« der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Herrn Prof. Dr. Volkhard Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, mit dem Heinz-Galinski-Preis 2007 aus. Die jüdische Gemeinde zu Berlin äußert dazu:

Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement von Prof. Dr. Volkhard Knigge gewürdigt, das geprägt ist durch Verständigung, Toleranz, gegenseitigem Respekt, dem Eintreten für Frieden und Aussöhnung und der aufrichtigen Auseinandersetzung mit den Problemen der Gegenwart und Vergangenheit.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen: Siegfried Lenz, Dr. Richard von Weizsäcker, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dietmar Schönherr, Rabbiner Dr. Israel Singer, Arno Lustiger, Wolf Biermann, Joschka Fischer, Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Prof. Ernst Cramer. Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Dr. Annemarie Renger.

Heinz Galinksi war Häftling des KZ Mittelbau-Dora. Zu seiner Biografie: Heinz Galinski wurde am 28. November 1912 in Marienburg (Westpreußen) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Nach der Zunahme antisemitischer Übergriffe zog Galinski in der Hoffnung, der nationalsozialistischen Verfolgung in der Anonymität der Großstadt weniger stark ausgesetzt zu sein, Ende der 1930er Jahre nach Berlin. 1943 wurde er mit seiner Frau und seiner Mutter in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo seine Familie ermordet wurde. Im Zuge der "Evakuierung" des KZ Auschwitz Anfang 1945 verschleppte die SS Heinz Galinski in das KZ Mittelbau. Als auch die Mittelbau-Lager wenige Monate später geräumt wurden, wurde Galinski erneut auf einen Todesmarsch geschickt. Im April 1945 befreiten ihn britische Soldaten im KZ Bergen-Belsen. Nach seiner Befreiung setzte sich Heinz Galinski für den Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin ein. 1947 heiratete er seine zweite Frau Ruth Galinski. Von 1949 bis 1992 war Heinz Galinski Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Von 1988 bis 1992 stand er als Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland an der Spitze der wichtigsten jüdischen Organisation in Deutschland. Heinz Galinski starb am 19. Juli 1992 in Berlin. Ruth Galinski ist der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora durch den Häftlingsbeirat KZ Mittelbau-Dora eng verbunden.