Die Dokumentationsstelle der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora: Hier liegen wertvolle Archivalien, deren Schutz ein zentrales Anliegen des neuen Notfallverbunds ist. Foto: Claus Bach

Gedenkstätte beteiligt sich am neuen Nordhäuser Notfallverbund

Zusammenarbeit regionaler Kultureinrichtungen soll wertvolle Archivalien und Sammlungen im Südharz vor Katastrophen schützen

Um sich gegen den Verlust wertvoller Archiv- und Kulturgüter durch Katastrophen zu schützen, haben sich mehrere Forschungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen in Nordhausen und im Südharz zu einem vorbeugenden Notfall- und Rettungsverbund zusammengeschlossen. Auch die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora beteiligt sich an dieser Kooperation.

Außerdem sind der Landkreis Nordhausen (Kreisarchiv), die Nordbrand Nordhausen GmbH (Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei, Archiv), der Evangelischer Kirchenkreis Südharz (Kirchenkreisarchiv Niedergebra) und die Stadt Nordhausen (Stadtarchiv, Stadtbibliothek, Museumsdepot, Flohburg | Das Nordhausen Museum, Museum Tabakspeicher, Kunsthaus Meyenburg, Amt für Brandschutz) beteiligt.

Die Initiative zu diesem regionalen Notfallverbund geht auf den Nordhäuser Stadtarchivar Wolfram Theilemann zurück. Sie folgt dem Vorbild anderer Städte und Gemeinden, in denen sich Archive, Bibliotheken, Museen und Gedenkstätten als Reaktion auf Gebäudeeinstürze, Brand- und Hochwasserschäden zu vergleichbaren Verbünden zusammengeschlossen haben.

Kern des Verbunds ist eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe, die sich gemeinsam über Notfallpläne abstimmt und koordinierte Rettungsabläufe einübt. Vorgesehen ist auch die Einrichtung von Ausweichräumen zur Bergung von Sammlungsgut, Notfallcontainer, Schutzkartonagen und Gefrierschränke für durchnässte Archivalien.

In der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und im Stadtarchiv Nordhausen stehen die ersten Notfallcontainer für einen möglichen Ernstfall schon bereit.