Franz Monjau

1903 (Köln) - 1945 (KZ-Außenlager Ohrdruf)

Kunstpädagoge



Franz Monjau wird am 30. Januar 1903 in Köln geboren. Nach Privatunterricht besucht er ab 1922 die Kunstakademie in Düsseldorf. Als Maler ist er 1926 Mitglied der "Rheinischen Secession", beschäftigt sich mit Kunstpädagogik.

Am 2. Juni 1933 wird Franz Monjau für eine Woche von der Gestapo festgenommen. Im September 1933 erhält er wegen seines Kontakts zu Kommunisten und als "Nichtarier" Mal-, Ausstellungs- und Lehrverbot. 1936-1938 ist er Zeichenlehrer an der jüdischen Schule in Düsseldorf, 1938 bis Ende 1941 an verschiedenen jüdischen Schulen in Berlin. Unter falschem Namen übernimmt er Auftragsarbeiten für Werbeplakate. 1939 läßt er sich zum technischen Zeichner umschulen und wird in dem Beruf zwangsverpflichtet. Bei einem Bombenangriff am 12. Juni 1943 werden die Werke Franz Monjaus und der größte Teil seines Ateliers in Düsseldorf zerstört. Wegen "Verweigerung des deutschen Grußes" wird er im Oktober 1944 verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis Ratingen eingeliefert. Mitte Januar 1945 kommt Franz Monjau in das KZ Buchenwald, danach in das Außenlager Ohrdruf (S III), wo er am 28. Februar 1945 stirbt.