KZ-Außenlager und Bauvorhaben zwischen Nordhausen und Harzungen, 1944/45. (Kartographie: Jens Borleis, Leipzig)


14.04.2015 | 10:00 Uhr

Wiedereinweihung einer Gedenktafel
am ehemaligen Stollenbauprojekt B 3 am Himmelsberg in Woffleben

Im Himmelberg bei Woffleben (heute ein Ortsteil der Stadt Ellrich) mussten seit Anfang 1944 durchschnittlich 3000 Häftlinge der KZ-Außenlager Harzungen, Ellrich-Juliushütte und Woffleben schwerste Zwangsarbeit bei Bauarbeiten im Stollenvortrieb leisten. Zu den Baufirmen, die hier unter Einsatz von KZ-Zwangsarbeitern unterirdische Produktionsstätten für die Junkers Flugzeug-und Motorenwerke bauen ließen, gehörten unter anderem Hochtief und Grün & Bilfinger. Die Zahl der Toten auf den Baustellen in und um den Himmelberg geht in die Hunderte.
Anfang der 1990er Jahre beherbergten die Stollen zeitweise eine Champignonzucht. Auf Initiative ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora wurde im Bereich des Stolleneingangs eine Gedenktafel errichtet, die über die Geschichte des Ortes informierte. Nach Schließung der Pilzzucht wurde die Tafel demontiert. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora wird auf Initiative der Einwohner Wofflebens am 14. April 2015 eine neue Gedenktafel aufgestellt.

Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.