09.04.2015 | 20:00 Uhr

Vom Fluchthelfer zum Schlepper. Ein schmaler Grat nach Europa
Podiumsdiskussion / 09. 04. 2015 / 20.00 Uhr / Herdersaal, Weimar

Vor 70 Jahren schworen die Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald auf ein gemeinsames Ziel: "Die Errichtung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit". Menschen, die heute fliehend vor Krieg und Terror ihre Heimat verlassen müssen, teilen diese Hoffnung. Unter immer prekärer werdenden Bedingungen sind sie bereit, ihr Leben zu riskieren, um in Sicherheit leben zu können. Immer wieder ist der Weg dieser Menschen dabei begleitet von Fragen illegaler Grenzübertritte und Inanspruchnahme von Fluchthilfe bzw. "Schlepperei".

In welchen juristischen Rahmen ist Flucht nach Europa derzeit eingebettet? Was motiviert die "Schlepper" und warum vertrauen Menschen ihnen ihr Leben an? Unter welchen Bedingungen kann Fluchtunterstützung im Europa der Gegenwart legitim sein? Diese und weitere Fragen diskutieren folgende Experten aus den Bereichen Recht, Flüchtlingshilfe, Kulturforschung und Seefahrt:

  • Stefan Schmidt, Kapitän (Cap Anamur)
  • Dorothea Lindenberg (Women in Exile & Friends)
  • Prof. Dr. jur. Holger Hoffmann (FH Bielefeld)
  • Dr. des. Miriam Schader (Universität Münster)
  • Claus Christian Malzahn (Moderator)

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema ist besonders auch deswegen notwendig, um einer pauschalen Dämonisierung von Flucht, die einen fruchtbaren Boden für fremdenfeindliche Argumentationsmuster bietet, entgegenzuwirken.

Eine Veranstaltung von Studierenden der Universität Jena mit Unterstützung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora