Raquel, 16 Jahre

Wöhlerschule, Frankfurt am Main, Juli 2014

Nachdem ich mir die Kunstausstellung in der Gedenkstätte Buchenwald von ehemaligen Häftlingen angeschaut habe, versuchte ich mich mit dem Thema Hoffnung auseinanderzusetzen. Da sich die Bilder der Häftlinge zum Ende ihrer Lagerzeit thematisch immer mehr mit dem Tod beschäftigten, glaube ich einen gewissen Verlust der Hoffnung bei diesen während ihrer Gefangenschaft wahrzunehmen. Aufgrund dessen versuchte ich diesen Verlauf aus Sicht eines Häftlings bildlich darzustellen.
Dazu nutzte ich den Eingang des Häftlingslagers von außen, mit einer Gruppe neu ankommender „Untermenschen“, die mit dem Rücken zu dem Tor stehen, was den Verlust ihrer Selbstbestimmung darstellen soll. Aus diesem Grund würde ich meinem Bild auch den Titel „Mit dem Rücken zur Wand“ geben.

Den Himmel über dem Häftlingslager habe ich versucht nach hinten bzw. außen hin dunkler werden zu lassen, um das Schwinden der Hoffnung zu symbolisieren.
Die Tür zum Bunker habe ich schwarz dargestellt, da einem in diesem, besondern in Kammer 1, die Hoffnung meines Erachtens schlagartig genommen wurde. Ebenfalls ist die Uhr sehr dunkel, da das Verstreichen der Zeit mit zur steigernden Hoffnungslosigkeit führte.