Annabel J., 17 Jahre

Wöhlerschule Frankfurt am Main, Juli 2014

1. Bild (schwarzer Hintergrund, aufgeklebte Fotos, die ich fotografiert habe, Zeichnung mit Kohle) Dies ist mein erstes Bild, was ich zu dem Thema "Situation der Häftlinge" gestaltet habe. Zuerst habe ich Persönliche Dinge der Häftlinge fotografiert, unter anderem aus der Ausstellung. Die Bilder sollen die Sicht der Häftlinge darstellen und zeigen, was sie tag täglich sehen und ertragen müssen. Die Bilder klebte ich auf der rechten Seite zu einer Art Denkblase zusammen. Der Häftling, den ich mit Kohle gezeichnet habe, soll traurig und sehr heruntergekommen aussehen, da sie damals nicht ihren Interessen nachgehen konnten und sehr unter den schlechten Bedingungen, die im KZ herrschten, leiden mussten. Auf der Linken Seite des Häftlings kann man einen Weg erkennen, der immer heller wird. An den Seiten sind Männchen gezeichnet. Die Männchen und der Weg sollen die Stationen symbolisieren, die die Häftlinge damals gehen mussten.

2. Bild (Querformat, Zeichnung mit Kohle) Dies ist mein zweites Bild. Hier geht es wieder um das Thema "Situation der Häftlinge". Im Mittelpunkt zeichnete ich eine Truhe, die für private Geheimnisse und Gegenstände stehen soll. Der Häftling hält die Truhe fest und möchte die nicht hergeben. Doch die Männer um ihn herum wollen ihm sozusagen seine Identität wegnehmen und ihn mit den anderen Häftlingen gleichstellen. Mit aller Kraft versuchen sie, ihm seine letzten persönlichen Dinge zu nehmen.

3. Bild (Hochformat, Kohle Zeichnung) Auf meinem 3. und letzten Bild behandle ich das Thema "Situation der Häftlinge" und stelle einen Häftling dar, der verängstigt schaut, weil er von den Männern um ihn herum eingeschüchtert und fertig gemacht wird. Im Gegensatz zu den wütenden Männern, sieht der Häftling eingeschüchtert aus.