Annabel, 17 Jahre

Wöhlerschule Frankfurt am Main, Juli 2014

Lucký war Musiker und ab 1944 inhaftiert in Buchenwald. Vor seiner Verhaftung empfand er seine Zukunft als recht optional, dennoch ist es die Musik, die sich als  Konstante durch sein Leben zieht. So hat er auch während seiner Haft gemeinsam mit einem anderen Musiker seine Lieder nicht vergessen. Die beiden haben zusammen im Kanon gepfiffen, was von einem Musikliebhaber vernommen wurde, welcher den beiden Brot und eine Impfung überreicht hat. Dies sei für ihn lebensrettend gewesen. Durch die Impfung konnte er nach der Befreiung als Krankenpfleger im Lager tätig sein.

Aufmerksam auf diesen Mann wurde ich, da durch ein Zitat und auch durch Gespräche mit ihm sehr deutlich wird, dass er immer in der Lage war, rational zu urteilen, was ich sehr beeindruckend finde.
Auf dem Bild ist sein Lebensweg zu sehen in Form der fünf Linien, die sich durch sein leben gezogen haben (Notenlinien). Diese führen am Tod vorbei und tragen andere Menschen mit sich. Die Fußabdrücke in blau stehen für seine klare Sicht, mit der er diesen Weg beschritten hat. Das Bild insgesamt soll die Form eines Partiturcovers haben, da er auch einige verfasst hat.