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Foto: Claus Bach, Bearbeitung: Frieder Kraft, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

Plakatmotiv

der Ausstellung "An Gefäßen für das Essen gab es nichts."

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Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

Fundsituation

In der Gedenkstätte Buchenwald gefundene Keramikgefäße aus dem sowjetischen Speziallager.

"An Gefäßen für das Essen gab es nichts."

Keramikfunde zur Geschichte der sowjetischen Speziallager Mühlberg und Buchenwald

Einführung

Seit den 1990er Jahren führen Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Grabungen durch. Etwa Zehntausend Spuren und Überreste wurden gesichert und geborgen. Darunter befanden sich auch Keramikgefäße, die sich nicht zuordnen ließen. Den Formen nach wurden sie in Serie hergestellt. Doch Herkunft und Gebrauch dieser Gefäße blieben zunächst rätselhaft.

Im Jahr 2007 entdeckten Archäologen auf dem Gelände des ehemaligen sowjetischen Speziallagers Mühlberg/Elbe ähnliche Keramikscherben sowie Hinweise auf eine Töpferei. Wie kam es zu dieser Töpferei in einem sowjetischen Lager? Wer waren die Töpfer? Für wen stellten sie die Gefäße her und wie wurden diese benutzt? Und: Wie kamen die Gefäße in das sowjetische Speziallager Buchenwald? Was geschah dort mit ihnen? Die Beantwortung dieser Fragen löst nicht nur das Rätsel der Keramikfunde, sondern wirft auch Licht auf wenig bekannte Aspekte der Geschichte der sowjetischen Speziallager.

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