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DVD Lebendige Erinnerung
Das Vermächtnis der Überlebenden
Filmausschnitte: Esther Bejarano, Günter Pappenheim, Éva Pusztai, Waltraud Reinhardt und Reinhard Schramm. Dokumentation Schüler-Radioprojekt zum 27. Januar 2012. In Zusammenarbeit mit Radio F.R.E.I., dem Thüringer Landtag, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und Bildungsstadt Erfurt – Lernen vor Ort.

CD Komponisten im Holocaust
Konzert wider das Vergessen
Werke von Hugo Distler (1908–1942), Gideon Klein (1919–1945), Hans Krása (1899–1944), Felicitas Kukuck (1914–2001) und Erwin Schulhoff (1894–1942).
Ausführende: Musica rara Ensemble
Mitschnitt des Konzerts am 28. Januar 2012 im Erinnerungsort Topf &Söhne. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem musica rara e.V. und Radio F.R.E.I.

Arbeitsblätter zur Ausstellung
Für pädagogische Projekte in der Ausstellung stehen fünf Arbeitsblätter zur Verfügung, die die selbstständige Auseinandersetzung mit den Biographien und der Botschaft der Überlebenden ermöglichen.

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Faltblatt
Weitere Informationen zur Ausstellung in der Gedenkstätte Buchenwald finden Sie hier

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Erinnerungsort Topf & Söhne
Das Internetangebot finden Sie hier

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Foto: Erinnerungsort Topf & Söhne

"Un-er-setz-bar. Begegnung mit Überlebenden"

Die Ausstellung wurde erstmals von Juni 2012 bis Januar 2013 im Erinnerungsort Topf & Söhne gezeigt.

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Foto: Erinnerungsort Topf & Söhne

Blick in die Ausstellung während der Eröffnung am 1. Juni 2012

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Foto: Erinnerungsort Topf & Söhne

Blick in die Ausstellung

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Foto: Erinnerungsort Topf & Söhne

Blick in die Vitrine von Éva Pusztai,

Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Un-er-setz-bar. Begegnung mit Überlebenden

Eine Wanderausstellung des Erinnerungsortes Topf & Söhne in der Gedenkstätte Buchenwald (ehemalige Häftlingskantine)

9. November 2013 bis zum 19. Januar 2014.
Öffnungszeiten: Di–So 10–16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)
Der Eintritt ist frei

Vom 5. November bis zum 29. Dezember 2013 in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald (Keller der ehemaligen Desinfektion)
Öffnungszeiten: Di–So 10–16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)

Der Eintritt ist frei

- See more at: www.buchenwald.de/1098/

Vom 5. November bis zum 29. Dezember 2013 in der Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald (Keller der ehemaligen Desinfektion)
Öffnungszeiten: Di–So 10–16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)

Der Eintritt ist frei

- See more at: www.buchenwald.de/1098/

Das Zeugnis der letzten Überlebenden der nationalsozialistischen Vernichtung birgt eine große Chance. Ihre Botschaft – die Grundsolidarität des Menschen mit dem Menschen – ist die Substanz für eine weltoffene, menschliche Zukunft. Die Ausstellung ist fünf Überlebenden und ihren Familien gewidmet. Ihr Leben bezeugt verschiedene Dimensionen der nationalsozialistischen Verfolgung, des Widerstands und der Rettung. Eigens für die Ausstellung geführte Filminterviews, Dokumente, Fotos und Gegenstände berichten von der Kindheit, den Lagererfahrungen und dem Schicksal der Familien. In der Ausstellung formulieren die Überlebenden ihr Vermächtnis an die nachfolgenden Generationen.

Esther Bejarano *1924 in Saarlouis als Esther Loewy, Jüdin. Ihr Vater war Kantor der jüdischen Gemeinde. Sie überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau als Mitglied des »Mädchenorchesters«. Ihre Eltern fielen 1941 in Litauen einem Massaker der SS zum Opfer, ihre Schwester wurde 1942 von deutschen Grenzern erschossen.

Günter Pappenheim *1925 in Schmalkalden, entstammt einer jüdischen, sozialdemokratischen Familie. Sein Vater wurde 1934 im KZ Börgermoor ermordet, er selbst wurde 1943 wegen seiner Kontakte zu Zwangsarbeitern bei der Gestapo denunziert und ins KZ Buchenwald verschleppt.

Éva Pusztai *1925 in Debrecen (Ostungarn) als Éva Fahidi, Jüdin. Sie überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo 49 ihrer Verwandten ermordet wurden, darunter ihre Eltern und ihre Schwester.

Waltraud Reinhardt *1936 in Oberflockenbach bei Weinheim, Sintezza. Sie wurde bei einer polizeilichen Räumung des Wohnwagenplatzes von ihrer Familie getrennt und überlebte in einem Kinderheim. Ihre Mutter wurde in das KZ Ravensbrück verschleppt. Im KZ Altenburg, einem Außenlager von Buchenwald, verliert sich ihre Spur. Auch Waltrauds Bruder, der bei der Mutter blieb, ist verschollen. Mit 15 Jahren lernte Waltraud ihren Mann Daweli kennen. Er hatte mit seinen Eltern und sieben Geschwistern die Lager Auschwitz, Ravensbrück, Sachsenhausen, Mauthausen und Bergen-Belsen erlitten
und überlebt. Ein Bruder starb als Kleinkind in Auschwitz.

Reinhard Schramm *1944 in Weißenfels, Jude. Er überlebte gemeinsam mit seiner Mutter, zunächst geschützt durch deren Ehe mit dem nicht-jüdischen Vater, in den zwei letzten Kriegsmonaten dann in einem Versteck. Sein Onkel wurde im KZ Neuengamme ermordet. Seine Großmutter und ihre Schwester wurden ins KZ Ravensbrück verschleppt und in der »Euthanasie«-Anstalt Bernburg getötet. Eine weitere Schwester
kam ebenfalls nach Ravensbrück. Dort verliert sich ihre Spur.

 

Föderer und Partner: Freistaat Thüringen, Landeshauptstadt Erfurt, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora