Seit 2001 verwende ich die, zu diesem Zeitpunkt noch Interbase genannte Datenbank, für Projekte im wissenschaftlichen
und verwaltungstechnischen Umfeld an meiner Einrichtung. Die Möglichkeit, relativ einfach aus der von mir
bevorzugten Programmiersprache Delphi, direkten Zugriff auf die Datenbank zu erhalten, waren ein nicht zu
unterschätzender Vorteil gegenüber anderen Produkten der Client-Server-Landschaft.
Eigentlich bevorzuge ich seit 1987 die dBase-Sprache für Datenprojekte aller Arten. Mit Systemen wie:
Redabase, dBase III, Clipper, dBFast und Visual Objects wurden die unterschiedlichsten Projekte realisiert.
Doch spätestens seit Mitte der 90er Jahre zeigte sich ein Bedarf an Client-Server-Datenbanken im
geschichtswissenschaftlichen Umfeld an meiner Einrichtung. Der Umstieg auf Delphi mit seinen Möglichkeiten
führte dann zu den ersten netzwerkübergreifenden Datenbankprojekten.
Linux hat sich im Laufe der Jahre einen festen Platz in der Serverlandschaft erkämpft. Als stabile PLattform
für E-Mailserver und Webpräsentationen ist es ideal zu verwenden. Ein großes Plus stellt dabei
seine einfache Fernadministrierbarkeit da. Leider wurden professionelle Distributionen im laufe der Jahre
immer größer und bringen aktuell, selbst bei Minimalinstallation stolze 600 MB Daten auf die Festplatte.
Aus diesem Grund ist die Entwicklung des EISFAIR Projektes, welches einen sehr sparsamen Ansatz in Sachen
Platzverbrauch auf der Festplatte bei guter Bedienbarkeit über Konsolenzugriffe bietet, ein unterstützenwertes
Projekt. Es hat als Web-Server hat er an unserer Einrichtung seine Praxistauglichkeit bereits bewiesen.
Deshalb wurde im Dezember 2003 mit der Umstellung des vorhandenen Firebird-Windows-Server auf das Linux EISFAIR
Projekt begonnen. Aktuell liegt jetzt ein EISFAIR-Package in der Firebird 1.5.2 Version vor.
Gründe die für einen Einsatz des neuen Firebird sprechen:
Dank SQL Query Optimizer, neuem Speichermanagement und Spracherweiterungen sind Geschwindigkeitsverbesserungen von 30 Prozent und mehr zu erwarten.
Die platzsparenden Varchar-Felder werden nun über das Netzwerk "right-trimmed" (rechtsbündige Leerzeichen werden abgeschnitten) mit der tatsächlichen Länge plus zwei Bytes übertragen. Das spart Platz. Diese Funktionalität übernimmt die neue Client-Bibliothek, weshalb auch die aktuelle Version (fbclient.dll oder libfbclient.so) verwendet werden sollte.
Die Anzahl der möglichen Indexe wurde auf 256 pro Tabelle erhöht.
Die Aussagefähigkeit der Fehlermeldungen wurde verbessert.
Datenbanken können nach ihrer Erstellung und Registrierung im Alias System mit ihrem Dateinamen ohne die komplette Pfandangabe genutzt werden.
Der Zugriff lässt sich aus Sicherheitsgründen auf einen oder mehrere Datenbankpfade einschränken.
Das ISQL Programm verfügt jetzt über eine Eingabehistorie.