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Projekte

Sehen - Begreifen - Reflektieren

Die Gedenkstättenpädagogik der Stiftung bietet ein reiches Spektrum an Methoden, in deren Zentrum der Gedanke des forschenden Lernens steht. So kann jede Gruppe eigene Zugänge zur Vergangenheit des Ortes finden. Eine Auswahl möglicher Methoden der Bildungsarbeit werden hier vorgestellt.

Kurzinformationen Buchenwald

Der historische Ort

Das KZ Buchenwald (1937-1945) wurde zu einem Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen. Bis 1950 nutzten die Sowjets das Gelände für ein Speziallager, nach 1958 baute die DDR die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte" zur größten deutschen KZ-Gedenkstätte aus.

Die Gedenkstätte

Nach 1990 wurde die Gedenkstätte neu konzipiert und für die Erinnerung an das Schicksal weiterer Opfergruppen geöffnet. Neue Ausstellungen ermöglichen den Blick auf die Zusammenhänge der Verbrechen.

Inhalte der Bildungsarbeit

Die Geschichte von Buchenwald und Weimar bietet für die historisch-politische Bildungsarbeit einen einmaligen historischen Resonanzboden. Wie nirgendwo sonst ergeben sich Zugänge zur Vergangenheit, die sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen menschlichen Handelns erfahrbar werden lassen.

Kurzinformationen Mittelbau-Dora

Der historische Ort

Mittelbau-Dora war ein Zentrum der Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie im „Totalen Krieg“. Mehr als 20.000 Menschen überlebten die Zwangsarbeit in Bauprojekten und in der Raketenmontage nicht.

Die Gedenkstätte

Mittelbau-Dora ist heute sowohl zeitgeschichtliches Museum als auch historischer Tatort. Spuren und Relikte zeugen von den NS-Verbrechen sowie vom wechselhaften Umgang mit der Vergangenheit. Zudem bleibt Mittelbau-Dora ein Ort der Trauer und des Gedenkens an die Opfer.

Inhalte der Bildungsarbeit

Ausgangs- und Mittelpunkt der Bildungsarbeit in der Gedenkstätte ist das historische Geschehen vor Ort. Dazu gehört die für das Verständnis der NS-Gesellschaft zentrale Frage nach dem Wechselverhältnis zwischen deutschen „Volksgenossen“ und den Ausgeschlossenen, unter ihnen die KZ-Häftlinge: Wer war Täter, wer war Zuschauer und wer war Opfer im Kontext der Zwangsarbeit für den von den Nationalsozialisten propagierten „Endsieg“?