Kontakt

Bei Interesse an einer Ausleihe der Ausstellung wenden Sie sich bitte an:

Torsten Heß

Fon: +49 (0)3631 495 815
Fax: +49 (0)3631 495 813
thess(at)dora(dot)de

Martina König
Fon: +49 (0)5051 4759 110
martina.koenig(at)stiftung-ng(dot)de

Termine und Orte

Zurzeit sind keine weiteren Termine und Orte geplant.

Mehr zum Thema

Literatur
Der Begleitband zur Ausstellung ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich:

an der Besucherinformation der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora hier

in der Buchhandlung der Gedenkstätte Buchenwald hier

im Online-Buchshop der Stiftung in deutscher Sprache hier

Links
Einführung in den ersten Ausstellungsteil hier

Einblicke in den zweiten Teil der Ausstellung hier

Medienecho
"Hitlerjungen, Volkssturm und Beamte halfen der SS" (Deutschlandradio Kultur, 14. April 2015)

"Untergang und Hoffnung" (Südwest Presse, 27.04.2015)

Prologbanner der Ausstellung. Foto: Nadine Jenke

Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945

Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

In den letzten Kriegswochen eskalierten die NS-Verbrechen – nun nicht mehr im vermeintlich fernen „Osten“, sondern inmitten der deutschen Gesellschaft. Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Die Ausstellung verdeutlicht das Ausmaß der Gewalt während der Todesmärsche, und sie zeigt, dass die Verbrechen in aller Öffentlichkeit begangen wurden. Zudem thematisiert sie das „Kasernenlager“ in Bergen-Hohne, das im April 1945 zur Unterbringung der Häftlinge aus Mittelbau-Dora als Nebenlager des KZ Bergen-Belsen genutzt wurde. Später befand sich hier das größte jüdische DP-Camp Deutschlands.

Die Ausstellung stellt die Ereignisse während der Lagerräumungen multiperspektivisch dar. Ein besonderes Gewicht haben dabei Tagebücher, Erinnerungsberichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge, die annährend deutlich machen, wie dicht die Hoffnung auf die nahe Befreiung und die unmittelbare Lebensbedrohung während der Räumungstransporte beieinander lagen. Zugleich zeigt die Ausstellung das breite Ausmaß der Mittäter- und Komplizenschaft in der deutschen Bevölkerung - und die mangelnde Bereitschaft vieler Deutscher nach dem Krieg, sich der Verantwortung für die vor Ort begangenen Verbrechen zu stellen.