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Buchenwald-Bahn
Informationen zum Gedenkweg auf der ehemaligen Bahnstrecke finden Sie hier.

"Zeitschneise"
Informationen zum Wanderweg zwischen Schloss Ettersburg und der Gedenkstätte finden Sie hier.

Genickschussanlage
Einen Nachbau der Anlage finden Sie hier.

SS-Bereich

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Foto: Naomi Tereza Salmon

Bahnhof Buchenwald

Die 1943 von Häftlingen erbaute Bahnverbindung nach Weimar diente zunächst der Versorgung des neben dem Lager gelegenen Rüstungsbetriebs. Fahrplanmäßige Züge konnten auch von der Bevölkerung benutzt werden. Ab 1944 wurden Menschen aus allen von Deutschland besetzten Ländern in das KZ Buchenwald bzw. von dort zum Arbeitseinsatz in die Außenlager deportiert. Der Bahnhof Buchenwald war zudem Ausgangsort für Vernichtungstransporte nach Auschwitz und 1945 Endstation für Evakuierungstransporte aus den Lagern im Osten. Von dem angrenzenden Gustloff-Werk II sowie von den gegenüberliegenden SS-Truppengaragen sind nur Fundament- und Mauerreste erhalten. Das Gelände ist nicht zugänglich. Der Lagerbahnhof ist heute Ziel des "Gedenkwegs Buchenwald-Bahn".

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Foto: Katharina Brand

"Carachoweg"

Der direkte Zugang von der Straße und vom Bahnhof zum Häftlingslager führte über den "Carachoweg". Dort befanden sich die wichtigsten Institutionen der Lagerverwaltung, von denen die Tankstelle, Garagen und Reste der 1938 erbauten Kommandantur erhalten sind. Neu ankommende Transporte hetzte die SS mit Hunden im Laufschritt bis zum Lagertor.

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Foto: Katharina Brand

SS-Kasernen

Nur einige der 1937 bis 1939 gebauten Kasernen der SS-Totenkopfverbände sind erhalten. Sie werden von der Gedenkstätte genutzt, u. a. ist dort eine Internationale Jugendbegegnungsstätte untergebracht. An der Stelle des ehemaligen Exerzierplatzes der SS befindet sich heute der Parkplatz mit Bushaltestelle und gleich gegenüber die Besucherinformation.

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Foto: Claus Bach

"Postenweg"

Der etwa drei Kilometer lange Rundgang um das ehemalige Häftlingslager vollzieht die Route der SS-Wachmannschaften zur Bewachung des Konzentrationslagers nach. Blickbeziehungen zwischen den im Tal gelegenen Dörfern und dem Konzentrationslager auf dem Ettersberg zeigen, dass das KZ Buchenwald keineswegs völlig abgeschieden existierte. Der Rundgang beginnt am Torgebäude des ehemaligen Konzentrationslagers.

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Foto: Naomi Tereza Salmon

Bärenzwinger

1938 ließ sich die SS unmittelbar neben dem Häftlingslager einen Freizeitbereich einrichten, den sie mit ihren Familien besuchte. Von dem einstigen Zoo sind die Strukturen und der Bärenzwinger erhalten.

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Foto: Katharina Brand

Deutsche Ausrüstungswerke GmbH (DAW)

Das Gelände der DAW – bis 1940 Lagerwerkstätten – grenzt östlich an das Häftlingslager an. Von dem ehemaligen SS-Betrieb, in dem KZ-Häftlinge für den Kriegsbedarf arbeiten mussten, sind nur Ruinen erhalten. Ein kleiner Bereich ist über die 1998/99 angelegte "Zeitschneise" Ettersburg-Buchenwald begehbar.

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Foto: Peter Hansen

Pferdestall

1940 ließ Lagerkommandant Karl Koch zu seinem eigenen Luxus eine Reithalle mit Pferdestall errichten. Ab 1941 war dort eine Erschießungsanlage installiert, in der SS-Leute von Herbst 1941 bis 1943/44 über 8000 sowjetische Kriegsgefangene durch Genickschuss ermordeten. Die Erschießungsanlage bestand aus einer Reihe von Räumen, in denen den Opfern eine medizinische Aufnahmeuntersuchung vorgetäuscht wurde. Der Abtransport der Leichname zum Krematorium erfolgte in verzinkten Behältern von der Ostseite des Gebäudes aus. Die Anlage wurde vor der Befreiung des Lagers demontiert, der Pferdestall nach 1945 abgerissen. Ein Modell der Genickschussanlage befindet sich im Anbau des Krematoriums. Gegenüber des Pferdestalls sind Fundamente der Reithalle erhalten.

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Foto: Peter Hansen

Steinbruch

Der Kalksteinbruch lieferte das Material für den Gebäude- und Wegebau und war eine Voraussetzung für die Errichtung des Lagers auf dem Ettersberg. Die Arbeit im Steinbruch gehörte zu den schwersten. Viele Häftlinge starben durch Misshandlungen oder wurden von der SS im Steinbruch erschossen.

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Foto: Katharina Brand

SS-Führersiedlung

1937 ließen sich die SS-Führer am Südhang des Ettersberges gemütliche Villen im Heimatstil bauen. Von der SS-Führersiedlung sind einige freigelegte Fundamente erhalten. In der Nähe der Führersiedlung richtete sich die SS 1938 einen Falkenhof ein, der auch öffentlich zugänglich war. Im Haus des Falkners wurden ab 1943 u. a. die ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Léon Blum und Édouard Daladier gefangen gehalten.